Objekte / Skulpturen

"Das Licht der frühen Jahre"

 

In den 1960er-Jahren, als ich ein Kind war, benutzte mein Vater manchmal pastellfarbene Prospekthüllen.

Er arbeitete in einem Kunstfaser- und Folienwerk und bewahrte in den Hüllen Firmenunterlagen auf. 

Als ich nach dem Tod meiner Eltern unser Haus räumte, fielen mir diese Prospekthüllen wieder in die Hände. Weitere zehn Jahre vergingen, bis ich auf die Idee kam, die Rückseitren der Hüllen (ohne Werbeaufdruck) auf

einen Leuchtkasten zu montieren. Eine Erinnerung an die 60er-Jahre – und ein einzigartiges Leuchtobjekt, das

aber auch bei Tageslicht seinen Reiz hat.

"Amöben aus Altona"

Alltagsgegenstände aus ihrem Umfeld herausnehmen und sie zu neuartigen Objekten zusammensetzen - das ist eine meiner Arbeitsweisen. Diesmal habe ich mir Dinge aus der Warenwelt vorgenommen: Plastikdeckel, die uns in vielen Farben als Frische-Konservierer von Lebensmitteln fast täglich in den Supermärkten begegnen, habe ich vor dem unschönen Feuertod des Recyclings bewahrt und ihnen ein zweites Leben als Ausstellungsstück in Kunsthäusern und Galerien ermöglicht.

  "Amöben aus Altona", 2016, Plastikdeckel zusammengeklebt, je max. 20 x 20 cm

        "Triumdeckelat"

        "Triumdeckelat", 2016, Plastikdeckel auf Holzleiste, je maximal 30 x 15 cm

Verschluss-Sachen

 

Die Ästhetik des Alltags ist eines meiner Themen. Schon seit Jahren sammele ich Verschlussclips, wie man sie

etwa von Brot- oder Müslitüten kennt. Ich habe sie von ihrer ursprünglichen Funktion entbunden und in Serien zusammenmontiert. So können sie ihre vielseitige Farbigkeit zur Schau stellen und sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. Vor allem – das ist für mich der besondere Reiz – sind sie dann kaum noch als Dinge des Alltags zu erkennen.  

    Alles im Kasten

    Bei dieser Objektserie präsentiere ich die (überwiegend gefundenen bzw. entdeckten) Gegenstände wie bei

    dem Guckkasten-Prinzip in dem intimen Format einer geöffneten Pappschachtel. Für den Transport oder die  

    Archivierung der Objekte gibt es einen Deckel. 

                       "Der Reiz der Gemeinschaft oder Gemeinsam abhängen" 1 und 2,

                       2016, Kunststoff- und Hanfseile auf Holzblock, je ca. 25 x 9 x 2 cm 

"Lebensmittel", 2012, (Besteck-) Holzkasten und Bleistift, 33 x 25 x 5 cm

Die Notruf-Kästen

 

Diese aus öffentlichen Gebäuden bekannten Notrufmelder habe ich zu "Erste Hilfe"-Kästen für menschliches Handeln umgestaltet.

Die Schwammtücher

 

Ein ironischer Blick zurück in die Kindheit. Elterliche Verhaltensregeln, die fast jeder einmal zu hören

bekommen hat, werden durch die Präsentation auf farbigen Schwammtüchern lächerlich gemacht.

  "Spätes Schmunzeln", Filzstift auf Schwammtuch, je 19 x 21 cm

Die Schwämme

 

Das Spektakuläre liegt für mich eher im Normalen. Bei diesen scheinbar profanen Gegenständen haben mich

vor allem die vielen Farben und die Kombinationsmöglichkeiten gereizt.

 "BraunBeigeWeißBraun",                                             "PinkBlauBraunWeiß",

 4 Schwämme auf Holzplatte, 25,5 x 18 x 6 cm            4 Schwämme auf Holzplatte, 26 x 18 x 6 cm

 "CremeBraunGold", 3 Schwämme auf Holzplatte,       "OliveBraun", 2 Schwämme auf Pappe, 

 16,5 x 16,7 x 12 cm                                                      10 x 8,5 cm

ohne Titel, gebrauchte Schwammtücher auf Holzplatte geschraubt, ca. 28 x 28 cm

"In diesem Haus möchte ich wohnen", Schlüssel und Anhänger auf laminierter

Spanplatte, 41 x 32,5 cm

   "Brennholz" 1 und 2, Holzscheite auf Spanplatte, je 100 x 100 cm