FindArt + Beiwerk

FindArt oder Beiwerk nenne ich Dinge und Objekte, die ich entdeckt oder gefunden habe oder die bei der

Produktion von Arbeiten entstanden sind – sich also selbst geschaffen haben. Ich stelle diese Dinge lediglich

zusammen und dokumentiere sie. 

SEIFEN 1, 2018, 3 Seifenstücke im Objektkasten, 22,5 x 28,5 x 4,5 cm

SEIFEN 2, 2018, 3 Seifenstücke im Objektkasten, 22,5 x 28,5 x 4,5 cm

SEIFEN 3, 2018, 3 Seifenstücke im Objektkasten, 15 x 20 x 3 cm

SPACHTELARBEIT 1, 2018, 3 benutzte Kunststoffspachtel auf Holzplatte, 19,5 x 28 x 0,6 cm

SPACHTELARBEIT 2, 2019, 5 benutzte Kunststoffspachtel auf Holzplatte, 19,5 x 65 x 1 cm

 AUFRISSE, 2017, zusammenmontierte Tütenecken, 13 x 7 cm (22 x 16 cm mit Rahmen)

 KLEBEPROBE, 2017, Klebstoffspuren u. Kugelschreiber auf Pappe, 8,5 x 12 cm (16 x 22 cm mit Rahmen)

SECHSKLANG, 2016, Schmirgelpapiere auf Karton, 56 x 69 cm

       Bei diesen Papierfiltern hat der ausgekochte Tee beim Trocknen interessante Spuren hinterlassen.

        TEE TRINKEN UND ABWARTEN, 1998, benutzte Teefilter auf Karton, je 44 x 35 cm

            Mit diesen Schmirgelpapieren habe ich Holzleisten abgeschliffen. Nach dem Gebrauch entdeckte

            ich den Reiz der Abnutzungsspuren und arrangierte die Papiere zu Serien.

           ohne Titel, 1998, Schleifpapiere auf Hartfaserplatte, 52 x 92 cm

            ohne Titel, 1998, benutzte Schleifpapiere auf Hartfaserplatte, links: 66 x 52 cm - rechts: 72 x 52 cm

                              ÄUßERE VERLETZUNG, 1998, Mullstoff mit Blut auf Karton, 17 x 23 cm 

Diese Arbeit war der Beginn meiner Entdecker- und Sammelleidenschaft – und meiner künstlerischen Kategorie FindArt. Im Jahr 1994 begleitete ich einen Künstlerkollegen in die Schweiz und nach Italien. Auf der Hinreise übernachteten wir in Bern bei einer Bekannten von ihm. Zum Frühstück gab es auch Schmelzkäse in einer runden Pappverpackung. Am Aufreißfaden blieb dieser grün-rot-blau-gelbe Papierfetzen kleben, was ich so interessant fand, dass ich ihn erst einmal einsteckte. Nach der Reise legte ich ihn zuhause auf einen Bogen Papier und klebte ihn so auf, wie er sich ausgerichtet hatte. Erst danach stellte ich fest, dass der Verlauf des Fadens ziemlich genau unserer Reiseroute entsprach. 

FRÜHSTÜCK IN BERN, 1994, Banderole-Faden einer Käseverpackung, gerahmt 40 x 30 cm